15. 05. 2010

Wochenendlektüre: Was Bücher aus Übersetzern machen

Wieso sind viele Übersetzer regelrecht besessen von ihrem Beruf? Wieso lächeln sie spöttisch, wenn sich jemand allein aufgrund von Sprachkenntnissen für den geborenen Übersetzer hält? Im echten Übersetzer (interpres authenticus) vereinen sich die Eigenschaften eines Wissenschaftlers mit denen des Forschungsreisenden und des Schriftstellers. Neugier auf Neues aller Art, eine nie versiegende Lust am Recherchieren, Analysieren und Verstehen und natürlich die Worttrunkenheit sind die Hauptbestandteile seines Persönlichkeitsgewebes.

In ihrer Kolumne »Mit anderen Worten« im Kulturmagazin Titel greift die Übersetzerin Isabel Bogdan einige Beispiele aus ihrem Alltag heraus, die sehr schön veranschaulichen, daß Buch und Übersetzer in einer symbiotischen Beziehung leben.

So sammelt man im Laufe der Zeit eine erstaunliche Menge von erratischem Halbwissen in den abstrusesten Fachgebieten. Aber man macht sich nicht nur fachlich kundig; auch emotional beschäftigt man sich mit dem jeweiligen Thema. Und so dringt nicht nur der Übersetzer in das Buch ein, das Buch dringt auch in den Übersetzer ein.

 
 

5 Kommentare

  1. Michael
    15.05.2010, 17.30 Uhr

    ... und hier liest die Autorin ihren Beitrag selber vor.


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  2. Martine
    19.05.2010, 14.04 Uhr

    Hallo Gabriele,

    es gibt auch andere Stimmen zu diesem Beruf. Ich verweise hier wertfrei auf eine Diskussion in einem Forum:
    http://dict.leo.org/forum/view.....mp;lang=de

    Viele Grüße
    Martine


    (Kommentar-Link)
  3. uebersetzer
    25.05.2010, 18.11 Uhr

    Natürlich gibt es auch andere Meinungen. Zum Glück! Es wäre doch schade, wenn jeder Beruf für jeden geeignet wäre. Denn das würde voraussetzen, daß wir alle gleich sind.


    (Kommentar-Link)
  4. uebersetzer
    25.05.2010, 18.15 Uhr

    Danke für den Hinweis, Michael. Es ist ungewohnt, aber interessant, die Stimme von Netzbekannten zu hören.


    (Kommentar-Link)
  5. Annalisa Tamborra
    27.07.2010, 16.13 Uhr

    Wieso ist der vollständige Artikel nicht mehr online lesbar?
    LG
    Annalisa Tamborra


    (Kommentar-Link)
 
 

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