15. 05. 2010
Wieso sind viele Übersetzer regelrecht besessen von ihrem Beruf? Wieso lächeln sie spöttisch, wenn sich jemand allein aufgrund von Sprachkenntnissen für den geborenen Übersetzer hält? Im echten Übersetzer (interpres authenticus) vereinen sich die Eigenschaften eines Wissenschaftlers mit denen des Forschungsreisenden und des Schriftstellers. Neugier auf Neues aller Art, eine nie versiegende Lust am Recherchieren, Analysieren und Verstehen und natürlich die Worttrunkenheit sind die Hauptbestandteile seines Persönlichkeitsgewebes.
In ihrer Kolumne »Mit anderen Worten« im Kulturmagazin Titel greift die Übersetzerin Isabel Bogdan einige Beispiele aus ihrem Alltag heraus, die sehr schön veranschaulichen, daß Buch und Übersetzer in einer symbiotischen Beziehung leben.
So sammelt man im Laufe der Zeit eine erstaunliche Menge von erratischem Halbwissen in den abstrusesten Fachgebieten. Aber man macht sich nicht nur fachlich kundig; auch emotional beschäftigt man sich mit dem jeweiligen Thema. Und so dringt nicht nur der Übersetzer in das Buch ein, das Buch dringt auch in den Übersetzer ein.
Hallo Gabriele,
es gibt auch andere Stimmen zu diesem Beruf. Ich verweise hier wertfrei auf eine Diskussion in einem Forum:
http://dict.leo.org/forum/view.....mp;lang=de
Viele Grüße
Martine
Sie haben eine eigene Erfahrung oder andere Meinung, eine Anregung oder Frage zu diesem Thema? Ich freue mich über alles, was uns voranbringt.
Gossensprache und -verhalten (Fäkaliensprache, Werbung, persönliche Angriffe usw.) behalten Sie im Interesse der Leser bitte für sich.
Das Über-Setzer-Logbuch ist auf meinem Mist gewachsen. Züchten Sie bitte Ihre eigenen Ideen und lassen Sie die Finger von meinen. Danke.