01. 11. 2007
Den ersten großen Einschnitt erlebte die russische Filmwelt mit dem Kriegsbeginn 1914. Der plötzliche Wegfall ausländischer Filme hinterließ eine Lücke, die von einer steigenden Zahl russischer Filmstudios geschlossen wurde. Von 1913 bis 1916 stieg die Zahl der in Rußland produzierten Filme von 130 auf fast 500 im Jahr, die der Produktionsfirmen von 18 (1913) auf 47 (1915). Hinzu kam, daß der Film nun zunehmend als Kunstform ernstgenommen wurde. Immer mehr Theaterschaffende (Schauspieler, Regisseure, Autoren) zog es zum Film, der sich wiederum durch das moderne Theater inspirieren ließ.
Die Stars dieser Jahre waren die Regisseure Vladimir Gardin/Владимир Гардин, Jakov Protazanov/Яков Протазанов und der noch heute jedem Stummfilmliebhaber bekannte Evgenij Bauėr/Евгений Бауэр, die hinreißende erste »Königin der Leinwand«, Vera Cholodnaja/Вера Холодная, der auch von europäischen Regisseuren märchenhafte Gagen angeboten wurden, sowie der zugehörige König, Ivan Mozžuchin/Иван Мозжухин.
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