07. 01. 2009

Helfer: TrueCrypt

Die Vertraulichkeit der Daten und Dateien unserer Kunden ist eigentlich eine Selbstverständlichkeit. »Eigentlich«, denn in der Praxis schützen sich nur wenige Computerbesitzer wirksam vor Schnüfflern. Das gilt für professionelle leider nicht weniger als für private Nutzer. Mit dem kostenlosen Programm TrueCrypt sorgen Sie durch eine Komplettverschlüsselung auf Laufwerksebene dafür, daß Schnüffler aller Couleur mit ihrer allzu neugierigen Nase gegen eine Wand stoßen. Eine ausführliche Anleitung finden Sie im
»Themen-Special: Windows verschlüsseln« von heise online. Dort können Sie diesen praktischen Helfer auch herunterladen.

 
 

2 Kommentare

  1. Michael
    07.01.2009, 22.00 Uhr

    Seit Jahresanfang 2008 gehört TrueCrypt fest zu meinem Arsenal und hat alle anderen meist weniger praktischen Tools ersetzt. Da ich in einem Land wohne, wo die Behörden bei der Einreise ohne weitere Erklärung meine Festplatte unter die Lupe nehmen, ja sogar meinen Laptop auf unbegrenzte Zeit einbehalten können, bin ich besonders von der TrueCrypt-Funktion der "Plausible Deniability" angetan.

    Verschlüsselung vertraulicher Daten gehört einfach zur guten Computerhygiene, und ich kann in diesem Zusammenhang einfach nicht fassen, daß keiner (null) meiner Kunden E-Mail verschlüsselt oder darauf besteht, daß nur verschlüsselte Dateien per E-Mail verschickt werden – obowohl sie alle auf Geheimhaltungsverträgen bestehen. Ich biete seit über 10 Jahren PGP-Verschlüsselung von E-Mail-Korrespondenz an und keiner ist daran interessiert. Statt dessen bekommen ich selbst die vertraulichsten Dokumente als Word-Datei in einer offenen E-Mail – also auf einer Postkarte, sozusagen.


    (Kommentar-Link)
  2. uebersetzer
    07.01.2009, 22.22 Uhr

    Daß TrueCrypt so spielend einfach handzuhaben ist, hat mich auch bewogen, es anzusprechen. Damit kann sich wirklich jeder schützen.

    Es ist ein ziemlich interessanter Widerspruch, daß einerseits immer mehr Kunden mit Geheimhaltungsverträgen winken, sie andererseits aber auf technischer Seite nichts dafür tun, daß ihre Dateien tatsächlich geheim bleiben. Sicher sind Werkzeuge wie PGP nicht sehr einsteigerfreundlich, man muß sich mit der ihnen zugrunde liegenden Technik beschäftigen, aber sollte die Vertraulichkeit von Geschäftsgeheimnissen das nicht wert sein? Man könnte sagen: selbst schuld. Aber es geht ja nicht nur um die Sicherheit der Kunden, sondern auch um unsere. Und nicht zuletzt darum, wer im Falle des Falles die Verantwortung übernehmen muß.

    Daß das Internet eine eigenartige Wirkung auf die Menschen hat, ist allerdings nicht neu. Sie legen ihre Dokumente auf Google-Servern ab, geben in Facebook alle möglichen privaten Einzelheiten preis und schicken Geschäftsgeheimnisse in unverschlüsselten E-Mails durchs Netz, ohne sich etwas dabei zu denken.


    (Kommentar-Link)
 
 

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