16. 02. 2009
… das verschiebe stets auf morgen. In letzter Zeit ist viel von der Neigung, alles auf die lange Bank zu schieben, die Rede. Vielmehr davon, wie sie zu überwinden ist. Die große Aufmerksamkeit, die das Thema in Freiberufler-Weblogs findet, legt den Verdacht nahe, daß sich unsere Berufsgruppe besonders gern dem von Neudeutschen verschleiernd als »Prokrastinieren« (Sie haben’s erraten: ein weiterer überflüssiger Anglizismus) bezeichneten Schlendrian hingibt. Erstaunlich ist das nicht, wenn man den Gezeitencharakter unserer Arbeit bedenkt: Auftragsebbe und -flut wechseln sich mit schöner Regelmäßigkeit ab. Während der Ebbe kann man die Arbeit getrost verschieben und sich erst einmal privaten Projekten widmen. Wenn dann allerdings die Flut einsetzt, nachdem man der Verführungskunst des Schlendrians erlegen ist, kann es schnell eng werden.
Sie haben eine eigene Erfahrung oder andere Meinung, eine Anregung oder Frage zu diesem Thema? Ich freue mich über alles, was uns voranbringt.
Gossensprache und -verhalten (Fäkaliensprache, Werbung, persönliche Angriffe usw.) behalten Sie im Interesse der Leser bitte für sich.
Das Über-Setzer-Logbuch ist auf meinem Mist gewachsen. Züchten Sie bitte Ihre eigenen Ideen und lassen Sie die Finger von meinen. Danke.