26. 03. 2009
Sicher bin ich nicht die einzige Übersetzerin von Werbematerial, der das aufgefallen ist: Seit Beginn der sogenannten Krise hat sich an den Werbekampagnen und ihren Bestandteilen nicht das geringste geändert. Höchstens werden jetzt »moderne Unternehmen« durch »Unternehmen in einer angespannten wirtschaftlichen Lage« ersetzt. Ansonsten: dieselbe Strategie, dieselben Texte, derselbe Wortlaut.
Das Besserwerberblog hat die Ursache dieser Bewegungslosigkeit schön formuliert:
Ganz einfach. Die Entscheider und Macher sind Teil des Problems und keiner will schuld sein. Keiner will die Verantwortung tragen müssen für das Versagen, die falsche Strategie. Somit ist neues oder anderes Denken nicht möglich, sondern man macht weiter bis zum bitteren Ende.
Stimmt, keiner will Verantwortung übernehmen, eher trifft man auf betretenes Schweigen, aber ich finde schon, dass sich das Verhalten vieler Firmen geändert hat, denn sie werden offensiver, nerven Kunden verstärkt und bieten Boni an - oder es trifft nur mich
)
oder es trifft nur mich
Das glaube ich nicht. Ich habe auch den Eindruck, daß die Werbung im Moment mehr wuchert denn je. Aber die Abhebung des Nervfaktors würde ich nicht als Umdenken bezeichnen.
Sie haben eine eigene Erfahrung oder andere Meinung, eine Anregung oder Frage zu diesem Thema? Ich freue mich über alles, was uns voranbringt.
Gossensprache und -verhalten (Fäkaliensprache, Werbung, persönliche Angriffe usw.) behalten Sie im Interesse der Leser bitte für sich.
Das Über-Setzer-Logbuch ist auf meinem Mist gewachsen. Züchten Sie bitte Ihre eigenen Ideen und lassen Sie die Finger von meinen. Danke.